| Besuch auf der Glasfarm |
Heute waren wir mit Faith (Lehrerin der Klassen 7 und 8) in Kitengela, der Glasfarm von Nani Croze; hin mit dem Pick-Up, zurück zu Fuß über die "Kitengela Plains". Wir sahen eine Giraffenfamilie: Vater, Mutter und das Kind in der Mitte,
die langsam ihre Köpfe zu uns wendeten, als wir sie halbkreisförmig umgingen. Der "Vater" kontrollierte genau, dass wir nicht zu nahe an sein Kind kamen, was wir auch nicht wagten. Später beobachtete uns ein Pavian im hohen Gras und wir sahen eine Antilopengazelle, die ruhig stehen blieb, als wir vorbei gingen.Wie anders sind diese Begegnungen mit Waldtieren bei uns in Deutschland! Während diese scheu flüchten, verharren Giraffen, Paviane und Gazellen wie Mahnmäler und staunen den Menschen an, der an ihnen vorüber geht.
Auf einer Terrasse des Dorfes neben der Glasfarm vesammelte sich eine Gruppe von erwachsenen Massai, die jeden Dienstag Nachmittag von Faith in Lesen, Schreiben, Rechnen und Englisch unterrichtet werden. Es waren zwei junge hübsche Frauen, eine dickere Resolute mittleren Alters und eine ältere Frau mit langen Ohrringen in ein bodenlanges gemustertes Massaikleid gewickelt. Ihr Gesicht war wie aus schwarzem Ebenholz geschnitzt, und sie hatte irgendeine Augenkrankheit, so dass man ihre Augäpfel gar nicht sah, was ihr ein tragisch-unheimliches Aussehen gab. Schließlich noch ein Mann, der offensichtlich etwas behindert war, aber mit großem Fleiß mitlernte und laut Faith auch Fortschritte machte. Als wir abends zum Schulgelände zurückkehrten, spielten die kleinen "Boardingkinder" (Kinder, die während der Schulzeit hier leben), die auch oft Waisen sind, begeistert und lachend mit Johann Render. |
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