| Massaimarkt in Nairobi |
Heute sind wir mit James, dem Busfahrer der Schule nach Nairobi auf den Massaimarkt gefahren, um Waren für den Herbstbazar einzukaufen. In einem weitläufigen Lehmhügel ist eine Art "Kanallandschaft" gegraben worden.
Man zwängt sich durch enge, von Menschen verstopfte Lehmgänge und sieht zu beiden Seiten, etwas erhöht, eine verwirrende Vielfalt von Tüchern, Schmuck, Schnitzwerk, Taschen etc. auf Decken ausgebreitet, und mitten in diesem bunten Durcheinander sitzen die Verkäufer, häufig noch mit Anfertigung von Waren beschäftigt, und warten auf Kundschaft.Dazwischen drängen sich Bettler, oft Kinder, starrend vor Schmutz und mit einem unbeschreiblichen Ausdruck von Leere und Verzweiflung in den Augen. Es sind die "Schnüffelkinder", die mangels ausreichender Nahrung und einem Zuhause, in giftigen Dämpfen ein kurzes Vergessen suchen. Auch Mütter, die ihre Kinder auf den Rücken gebunden tragen, deren Gesichter meist vollständig mit einem Tuch bedeckt sind, um sie gegen den bösen Blick zu schützen, gehen bittend herum: "Sister, give me money that I can buy something to eat and God will bless you!" Ein Mann ohne Beine rutscht, sich mit Stöcken vorwärts schiebend, über die schmutzige, stark befahrene Straße davor. Mit ergebener Beharrlichkeit strebt er zwischen rasenden Autos und Abgaswolken die andere Straßenseite an, die er wie durch ein Wunder lebend erreicht. Schwärme von Kindern folgen uns, nehmen uns an die Hand, halten sich an unseren Kleidern fest und bitten ohne Unterlass um Geld. Dieses Elend, diese hässliche Seite von Nairobi, ist kaum zu ertragen. Als wir zur Mbagathi-Schule zurückkommen, begreifen wir erst richtig, in welcher Oase der Schönheit, des Friedens und der menschlichen Wärme es einigen Kindern für einige Zeit vergönnt ist zu leben. |
Ranzenpost
Aufnahmebögen
Schulfaltblatt
Veranstaltungskalender
Ferienplan
Fragen zur Waldorfpädagogik
|