| Begegnung mit Pavianen |
Mit Taschenlampen wird eine Gelegenheit zum "Austreten" erforscht. Überraschenderweise, über bemooste Felsbrocken und durch Gestrüpp uns bergauf schlagend, entdecken wir ein kleines Steinhäuschen mit einem Loch im Boden, der Toilette, ohne Türe, zur davor aufragenden Bergwand offen.
Als eine Schülerin erzählt, ein Pavian habe sie bei ihrer Verrichtung stumm beäugt, gehen alle nur noch zu zweit dorthin. Die hell schimmernde Wasserfläche des Sees wirkt tröstlich in dieser Urweltatmosphäre und so schlagen wir dort unsere Zelte auf. Das bald entfachte Lagerfeuer, der Duft von Spaghetti mit Sauce, sowie Laras Gitarrenspiel und Gesang, schaffen eine heimelige Stimmung.
Beim Abendbrot rund um das Feuer erzählt Petra, dass einmal ein Arzt im Urwald eine Notoperation im Dunkeln durchführen musste und mangels Beleuchtung, Glühwürmchen in ein Netz einfing. Nachts überfällt eine kreischende Pavianherde unseren Zeltplatz auf Nahrungssuche, wir hören es am scheppern unserer Küchenutensilien. Zum Glück respektieren sie die hauchdünne Zeltwand, die uns von ihnen trennt, und so folgt auch auf diese Nacht ein strahlender Morgen. Früh beim ersten Sonnenlicht begebe ich mich wieder auf den Waldweg, um unsere nächtlich gefundene Quelle für eine Morgenwäsche aufzusuchen. Dort angelangt, verharre ich wie angewurzelt, denn ich stehe, „Kulturbeutel" in der Hand, „Auge in Auge“" mit einer Pavianherde, die gar nicht niedlich und lustig aussieht wie im Zoo, sondern die Tiere wirken ziemlich kräftig und robust auf mich, außerdem sind sie in der Überzahl. Eine Zeit lang starren wir uns gegenseitig an, beide Seiten innerlich mit der Frage beschäftigt: Freund oder Feind ? Endlich beschließt der Leit-Pavian, dass ich harmlos bin, macht eine hopsende Kehrtwendung, der alle anderen folgen, und ein Dutzend Pavianhintern verschwinden lautlos im Busch. |
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