| Klassenspiel der 7.Klasse |
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Klassenspiel mit schauspielerischer Glanzleistung Der Hände Arbeit formt den Menschen Dass die Arbeit mit den eigenen Händen erheblichen Einfluss auf das Wesen eines Menschen nimmt, erzählte die 7. Klasse der Gmünder Waldorfschule mit der Theateraufführung „Der rebellische Fürstensohn und die kluge Anait“ einem gefesselten Publikum in bravouröser Manier. Verdient hatten die Akteure den anschließenden lang anhaltenden Beifall für eine hervorragende schauspielerische Leistung. Gleich zu Beginn der ersten Szene warnt der blinde Homero in der Stadt Perradscha sein Volk vor falschen Priestern warnt, die im Geheimen Fremde anlocken und zu Sklavenarbeit im Verlies ihrer Klosterfestung zwingen. Seine Warnungen werden in den Wind geschlagen. Erst als später der Fürstensohn Rulaikan selbst mit seinem Freund Wanda in dieses Verlies gesteckt wird, erkennen sie die Weisheit im Gesang des Blinden: „Deine Augen, ob sie taugen, ja das weißt du oftmals nicht. Richtig sehen und verstehen lernst du erst am großen Licht!“ Doch bis es so weit kommt, hat der Fürstensohn Rulaikan eine erfahrungsreiche Reise hinter sich. Dem väterlichen Befehl zu entkommen, eines dieser „zuckersüßen, dummen“ Adelsfräuleins zu heiraten, flieht Rulaikan mit seinen Freunden Wanda und Harras in die Berge. Dort lernt er ein Hirtenvolk kennen, das von der klugen Anait angeleitet und unterrichtet wird. Um sie zu heiraten, erfüllt er ihre Bedingung, ein Handwerk zu erlernen, und wird Goldbrokatweber. Eine Bedingung, deren Erfüllung ihm später das Leben retten sollte. Als er nämlich in die Gefangenschaft der falschen und brutalen Priester gerät, gelingt es ihm, mit einem in geheimer Schrift einverwobenen Botschaft an seine Gemahlin Rettung zu organisieren. Die eigentliche Botschaft, die die jungen Schauspieler inmitten aufwändig gestalteter Kulissen einem von Staunen gefesseltem Publikum näher brachten, hatte Klassenlehrerin Walpurgis Rascher bereits zuvor folgendermaßen formuliert: „Die Fingerfertigkeit ist es, die für das Leben so formt, dass wir wache und intelligente Menschen werden.“ Gemäß dieser Erkenntnis hat sie an und mit ihren Schülern gearbeitet – und jedem seine Charakterrolle auf den Leib geschneidert. Walpurgis Rascher – angelehnt an eine armenische Erzählung – das Theaterspiel für ihre Klasse selbst verfasst. |
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